Telekom: Wie teuer ist Traffic eigentlich?

von Wolfgang Schneider | 0 | 1326 Aufrufe

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Die Diskussion über die Drosselungspläne der Telekom haben vermehrt die Frage aufgeworfen, wie teuer Traffic eigentlich ist und ob die Traffic-Kosten generell das Problem sind. Die Kosten für Traffic sind dabei von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Einerseits von der Verfügbarkeit von Kapazitäten, andererseits von der Menge. Hier steigen die Kosten schnell, wenn keine verfügbaren Kapazitäten mehr vorhanden sind und durch Netzausbau neue geschaffen werden müssen.

Momentan sei ein Kapazitätsmangel aber noch nicht absehbar und so gibt es laut Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel noch genug Backbone-Überkapazitäten. Somit sei die Begründung für die Drosselung der Telekom, es gäbe nicht mehr genug Backbone-Kapazitäten, nicht glaubwürdig, so Kissel. So kostet 1 GByte bei Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen die Provider momentan nur wenige Cent.

Die Telekom möchte spätestens ab 2016 die DSL-Verträge drosseln und Vielnutzern für erhöhten Traffic bis zu 5-10 Euro mehr im Monat in Rechnung stellen. Begründet wurde dies mehrfach mit dem angeblich notwendigen Netzausbau für mehrere Milliarden. Auch Online-Dienste wie Youtube sollen in Zukunft mehr an die Telekom bezahlen um ihren Usern ungedrosselte Inhalte zur Verfügung stellen zu können. Telekomeigene Dienste wie IPTV und Entertain sollen dagegen nicht gedrosselt werde.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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