Spioniert die NSA Nutzer von Microsoft, Google und Facebook aus?

von Wolfgang Schneider | 0 | 1088 Aufrufe

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Amerikanische Zeitungen wie die Washington Post und der Guardian berichteten jetzt, dass der amerikanische Nachrichtendienst NSA angeblich schon seit 2007 Zugriff auf die Benutzerdaten großer Internetfirmen hat. Es wurde bekannt, dass im Rahmen des unter dem Decknamen "Prism" geführten Projekts, große Internetfirmen dem NSA direkten Zugriff auf Nutzerdaten, wie beispielsweise Suchanfragen, E-Mails oder sogar Live-Chats gewährt haben. Microsoft soll dabei schon seit 2007 seine Daten zur Verfügung stellen. Yahoo stellt seine Nutzerdaten bereits seit 2008, Facebook und Google seit 2009, Youtube seit 2010, Skype und AOL seit 2011 und Apple seit 2012 bereit. Der Zugriff erfolgt dabei angeblich über die Server des FBI.

Die betroffenen Internetdienste dementieren dabei diese Vorwürfe wehement. So betonte beispielsweise Microsoft, dass man an freiwilligen Datensammel-Projekten niemals teilnehmen würde. Lediglich bei einem rechtlich bindenden Beschluss sei man verpflichtet, Zugriff auf die Nutzerdaten zu gewähren. Von offizieller Stelle der NSA dagegen wurde das Datensammel-Projekt sogar bestätigt. Dort hieß es, dass "die gesammelten Daten zu den wichtigsten und wertvollsten Auslandsgeheimdienstdaten gehören und die Nation vor verschiedenen Gefahren schützen"

Das Bekanntwerden des Daten-Sammel-Projektes Prism und besonders der Umstand, dass der eigene Auslandsgeheimdienst damit die eigenen Bürger auspionieren könnte, löste eine Welle der Empörung in den USA aus.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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