Deutsche Post kooperiert mit US-Behörden

von Wolfgang Schneider | 0 | 1139 Aufrufe

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Jetzt wurde bekannt, dass auch die Deutsche Post mit den US-Sicherheitsbehörden kooperiert. Die Daten, welche die Post in ihren Sortieranlagen beim Scannen der Briefe erhebt, sollen im Rahmen von Testzwecken an die US-Behörden weiter gegeben werden. Dies soll laut öffentlicher Erklärung dazu dienen, die Zollabfertigungen wesentlich zu vereinfachen. Die Daten sollen angeblich nur von Unternehmenskunden stammem, Daten von Privatkunden sollen davon nicht betroffen sein.

Erst vor kurzem wurde im Rahmen der Spionageaffäre rund um Eward Snowden öffentlich, dass die US-Postbehörde jeden Brief zu Sicherheitszwecken abfotografiert und die Fotos zur weiteren Verarbeitung den US-Sicherheitsbehörden zur Verfügung stellt. Dort werden diese zu Abwehr von Gefahren und Terror ausgewertet und über Jahre lang gespeichert. Dieser Umstand hatte bei Datenschützern weltweit zu Empörung geführt.

Wie lange die Deutsche Post die erhobenen Daten speichert ist unklar. Laut Gesetzgeber ist die Deutsche Post zur Herausgabe der Daten nicht berechtigt. Inwiefern die Daten im Rahmen des Testprogramms zur vereinfachung der Zollabfertigung zun Anwendung kommen ist nicht klar. Die Post betonte, dass sie nur unter besonderen Umständen und nach expliziter Anfrage der US-Sicherheitsbehörden Daten weitergebe.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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