Upstream: US-Geheimdienst zapft auch Glasfaserkabel an, Version 2

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Diese Version wurde von Wolfgang Schneider am 11. July 2013 um 10:27 Uhr erstellt.
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Eine jetzt aufgetauchte Folie aus einer Top-Secret-Präsentation der NSA belegt, dass der US-Geheimdienst neben dem Auslauschen der Internetserver durch das Überwachungsprogramm PRISM auch Glasfaser-Unterseekabel abhört. PRISM ist daher nur einer der beiden tragenden Teile der Abhörstrategie der NSA. Der andere Teil wird auf den Dokumenten UPSTREAM genannt und ermöglicht amerikanischen Agenten das gezielte anzapfen von Glasfaserkabeln und anderen Netzwerkstrukturen. Wie weit die Spionage der NSA hier geht, bleibt allerdings weiter unklar.

Dabei gab es schon früher Gerüchte, dass der amerikanische Geheimdienst bewusst Unterseekabel aus Glasfaser anzapft. Laut von den US-Behörden bis heute nicht dementierten Berichten, besitzt die US-Marine bereits seit 2005 ein U-Boot, mit welchem geziehlt Glasfaserkabel abgehört werden können, ohne dass der Angriff dabei bemerkt wird. Rechtlich sehen sich die US-Geheimdienste dabei auf der sicheren Seite. Ein bereits 2008 erlassenes Gesetz mit der Bezeichnung FAA 702 erlaubt den US-Behörden das Abhören bestimmter Verdächtiger auch ohne richterlichen Beschluss, wenn sich dadurch Gefahren wie Terrorismus, Atomwaffen und Cyberkriminalität abwehren lassen.