Deutsche stehen BIG DATA inzwischen sehr kritisch gegenüber

von Wolfgang Schneider | 0 | 1408 Aufrufe

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Durch den Spionageskandal der USA sehen immer mehr Deutsche das Sammeln und Analysieren von Nutzerdaten im großen Stil (Big Data) als kritisch an. Dies ergab jetzt eine beim Institut für Demoskopie Allensbach von T-Systems in Auftrag gegebene Studie. Laut dieser Erhebung sprechen sich inzwischen 58 % der Nutzer von sozialen Netzwerken gegen die Aggregation und Analyse von Kundendaten aus.

Es wird dabei deutlich, dass die Haltung der Deutschen gegenüber Big Data durch die Spionageaffäre der NSA deutlich negativ beeinflusst wurde. So haben sich die Umfragewerte bei der Frage, ob Unternehmen Massendaten aus öffentlichen Foren nutzen dürfen, deutlich verschlechtert. Beispielsweise bei der Fragen, ob Pharmaunternehmen Massendaten aus Foren zur Erkennung von Nebenwirkungen erheben sollten, sprachen sich im vergangenen Juni noch 57 % dafür und 42 % dagegen aus. Bereits im August waren nur noch 50 % dafür und bereits 49 % dagegen. Bei der Frage, ob Online-Shops durch automatisches Speichern der Kundendaten den Einkaufsprozess vereinfachen sollten, stieg der Prozentteil der Ablehnung von usprünglichen 72 % sogar auf 78 %.

Zusätzlich ergab die Studie, dass rund 75 % der Befragten sich als Kunden nicht ausreichend informiert fühlen, ob ihre Daten gespeichert werden und wofür diese dann verwendet werden. Dagegen sieht man eine Auswertung der Daten von staatlicher Seite zur Aufklärung von Straftaten immer noch weniger kritisch. Im Juni befürworteten dies noch 78 %, im August mit 75 % lediglich 3 % weniger.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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