Webmail-Adressen von Bundestagsabgeordneten gesperrt

von Wolfgang Schneider | 0 | 1213 Aufrufe

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Der Spam-Dienst des Bundestages hat vorübergehend alle Webmailadressen des amerikanischen Email-Anbieters United Internet für seine Abgeordneten gesperrt. Dies betrifft besonders Web.de- und GMX-Mail-Adressen auf die die betreffenden Personen nicht mehr zugreifen können. Viele Betroffene wurden dabei im unklaren über die Situation gelassen und bisher scheint es keine Aussicht auf eine Lösung zu geben. Auch von Stellen der United Internet gab es lediglich den Hinweis, dass Web.de- und GMX-Mail-Adressen nicht auf einer Blacklist gelandet seien und man sich daher diesen Umstand nicht erklären könne.

Laut einer Studie der FAZ unter 126 Politikern, nutzen 54 % auch private E-Mail-Dienste wie Web.de oder GMXfür dienstliche Belange. Insgesamt 12 % nutzen dabei amerikanische Dienste wie beispielsweise Google. 71% gaben dabei an, ihre E-Mails nicht zu verschlüsseln.

Die vergangene Spionageäffäre hat dabei viele der E-Mail-Anbieter zum umdenken bewegt. So wollen beispielsweise die Deutsche Telekomn und die United-Internet-Töchter Web.de und GMX-Mail ab Anfang 2014 ihre Daten nur verschlüsselt zwischen den Rechenzentren verschicken. Zusätzlich sollen ab 2014 nur noch per SSL-Verschlüsselung geschützte E-Mails transportiert werden.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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