Fritzbox: Routerhack nach wie vor nicht nachvollziehbar

von Wolfgang Schneider | 0 | 1457 Aufrufe

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Der Fritzbox-Hersteller AMV ist immer noch auf der Suchen nach einer Erklärung für den Zugangsdaten-Hack, der u. a. Fritzboxen der Kunden von Unitiymedia und 1&1 betrifft. Über die betroffenen Anschlüssen wurden meistens Nachts teure Ferngespräche in Länder wie beispielsweise auf die Falkland Inseln geführt und haben bei den Betroffenen zu Telefonrechnungen im vierstelligen Bereich geführt. Dazu gab nun AMV erneut eine öffentliche Warnung heraus.

Das Vorgehen der Hacker bleibt dabei weiterhin dubios. Es wird vermutet, dass die Kriminellen keine Sicherheitslücke der Fritzboxen ausnutzten, sondern gezielt einen unverschlüsselten Einwahlvorgang der Nutzer abgefangen haben. Die daraus gewonnenen Zugangsdaten wurden dann vermutlich dazu benutzt, um über den externen Fernwartungszugang zwei IP-Telefone einzurichten und damit die teuren Nummern anzurufen. Offensichtlich ging es den Kriminellen dabei nicht darum, normale Telefongespräche zu führen, sondern durch die teuren Gespräche die Telefonkosten künstlich in die Höhe zu treiben.

Bisher sind nur wenige betroffene Nutzer bekannt. AMV betonte dabei aber, das bis zu 16 Millionen Nutzerdaten von dem Hack betroffen sein könnten und forderte daher alle Nutzer eine Fritzbox und aktiviertem externen https-Zugang erneut dazu auf, diesen zu deaktivieren. Zusätzlich sollen Nutzer der Fritzbox umgehend alle relevanten Passwörter ändern. Eine weitere Möglichkeit sich vor ungewollten und teuren Ferngesprächen zu schützen, ist die Einrichtung einer Auslandsrufsperre, welche in der Fritzbox eingerichtet werden kann.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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