Google Löschformular echter Hit

von Andreas Braun | 0 | 1322 Aufrufe

Anzeige Hier werben

"Vergesst mich"

Bild zu Google Löschformular echter Hit
Google Löschformular Screenshot

Nachdem der Europäische Gerichtshof EuGH entschieden hatte, dass jeder das Recht auf "Vergessenwerden" haben soll (also auch Kinderschänder und Mörder) musste Google das umstrittene Löschformular entwickeln. Am letzten Wochenende war es nun soweit. Das Formular ging online. Und wie zu erwarten war, gingen am ersten Tag mehrere Tausend Anfragen auf Löschung ein.

Für einen Antrag muss eine Kopie des Personalausweises und eine glaubhafte Begründung beigelegt werden. Die Anfragen werden so Google dann händisch überprüft. Bei dieser Überprüfung wird das Recht des Antragsstellers auf Vergessenwerden und dem Recht der Öffentlichkeit auf Information gegeneinander abgewogen. Je nach Ergebnis dieser Überprüfung wird dann jede Spur bei Google auf die betreffende Person gelöscht. Wie dies dann genau ablaufen wird, ist noch unklar. Gelöscht werden nur Treffer in Google-Diensten in der EU sowie in Island, Norwegen, Lichtenstein und der Schweiz - nicht aber bei Google.com.

Wie viel Zeit letztendlich vergehen wird, bis ein Löschantrag die Beurteilung durchläuft und ausgeführt wird, kann bisher nicht genau gesagt werden. Bei der Masse an Anträgen dürfte es aber sicherlich einige Wochen dauern.

Vorwürfe der Zensur

Das Urteil wird überwiegend als Zensur des Internets verstanden. Auch Wikipedia Gründer Jimmy Wales hat sich kritisch gezeigt. Er bildet mit anderen einen Beirat, der entscheiden soll, ob Links zu einer Person gelöscht werden oder nicht. Strittige Fälle werden so Google sicherlich auch vor Gericht laden.

Über den Autor: Andreas Braun
hat keine Beschreibung angegeben. Eine Beschreibung kann man unter dem Punkt "Profil bearbeiten" im Kontrollzentrum eintragen.
Profilseite betrachten