Routerhersteller Cisco entlässt weitere 6000 Beschäftigte

von Wolfgang Schneider | 0 | 1154 Aufrufe

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Besonders im Ausland hat die Snowden-Affäre den Routerhersteller Cisco Systems schwer getroffen. Seit den Enthüllungen leidet Cisco unter stetig sinkender Nachfrage und entlässt jetzt weitere 6000 Beschäftigte, wie die Geschäftsführung bei der letzten Verkündung der Quartals-Zahlen bekannt gab. Dies entspricht 8% der Gesamtbelegschaft, von der bereits letztes Jahr die ersten 4000 Mitarbeiter entlassen wurden. Eine Restrukturierung des Unternehmens würde nach eigenen Angaben bis zu 700 Millionen US-Dollar kosten.

Seit den Enthüllungen von Edward Snowden sind die Verkaufszahlen besonders in wichtigen Abnehmern-Ländern wie China, Brasilien und Mexico stetig gesunken. Ein Grund hierfür ist das nach den Spionage-Enthüllungen wachsende Misstrauen in amerikanische Elektronik. Zusätzlich hat Cisco in Ländern wie China inzwischen starke Konkurrenten wie beispielsweise Huawei und ZTE.

Cisco-Chef John Chambers erklärte, er wolle mit den Entlassungen Raum für Neues schaffen. Das Ziel sei es am Ende des Geschäftsjahres wieder genauso viele Angestellte wie vor den Entlassungen zu haben. Besonders in den Sparten Rechenzentren, Security, Software und Cloud sollen zusätzliche neue Stellen geschaffen werden. Chambers machte allerdings keine Angaben welche Sparten die Entlassungen betreffen sollen. Vermutlich werden vom Stellenabbau vorwiegend Vertriebszentren für die rückläufigen Märkte in Südamerika und Asien betroffen sein.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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