Apple Pay: Die neue Kreditkartenalternative

von Sarah Schneller | 0 | 1127 Aufrufe

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Mit Apple Pay soll es Iphonebesitzern leichter gemacht werden zu bezahlen. So kann der Besitzer einfach nur das Handy, mit dem Finger auf dem Touchscreen, zum Bezahlen vorhalten. Es also wie eine Kreditkarte nutzen. Nicht nur das neue Iphone 6 hat diese Funktion, sondern auch die neu vorgestellte Apple Watch (wir berichteten).

Das System das hinter dem Ganzen steckt nennt sich die Nahfeld-Technologie (NFC). Hierbei kann per Funk eine Datenübertragung über sehr kurze Entfernung stattfinden. Allerdings akzeptieren die derzeitigen Kartenlesegeräte der Händler diese Technologie nur sehr selten, da die Kosten enorm hoch sind. Auch sei das Problem, dass so gut wie niemand derzeit diesen Dienst nutzt und deshalb kaum Händler ein solches Gerät haben, es somit erst kaufen müssten. Aber genau hier liegt das Problem, das Apple in den USA bekommen könnte. Laut Apple werden etwa 220.000 Händler in den USA die Funktion anbieten. Das sind im Vergleich zur normalen Kreditkartenannahme (über neun Millionen) relativ wenig. Auch bei großen amerikanischen Firmen, wie Wal-Mart oder Best Buy, wird es erstmal keine Möglichkeit geben mit Apple Pay zu zahlen. So werden die meisten wohl weiterhin mit Kreditkarte zahlen.

In Deutschland sieht es allerdings ganz anders aus. Hier wird ja in den meisten Läden sehr selten, und wenn dann nur besonders ungern, die Kreditkarte als Zahlungsmethode angenommen. So öffnet sich eine große Marktlücke mit Apple Pay.

Aber auch Google schläft in dieser Angelegenheit nicht und hat sich mit Google Wallet bereits etwas früher gezeigt. Bei Google Wallet braucht der Händler kein extra Lesegerät, denn man zahlt mit einem QR-Code. Auf der anderen Seite braucht der User für Google Wallet eine extra App.

Apple hat schon immer ein gutes Timing gehabt und sie wissen genau, was sie tun müssen, damit Apple Pay sich gut in den Markt etabliert. Aber wahrscheinlich wird es noch etwas dauern, bis sich diese Methode im ganzen Land durchsetzt.

Über den Autor: Sarah Schneller
Supervising Technician for Dynamic Frontend Development bei Team23 in Augsburg
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