Mikroskop druckfrisch aus dem 3D Drucker

von Sarah Schneller | 0 | 1350 Aufrufe

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US-Forscher haben ein neues Konzept entwickelt: Smartphone Mikroskope, die mit einem 3D Drucker gedruckt werden können. Die Materialkosten (ohne 3D Drucker) sollen sich dabei auf unter einem Dollar belaufen. Man braucht lediglich noch eine kleine runde Glaslinse. Das gedruckte Mikroskop passt super an jedes Smartphone oder Tablet, wobei die besten Ergebnisse mit dem iPhone 5S erzielt werden. Es wird einfach über die Kamera des jeweiligen Gerätes gelegt. Je nach gewünschten Vergrößerungsfaktor gibt es unterschiedliche Versionen. So hat die Basisversion eine Vergrößerung um den Faktor 100. Die weiteren Vergrößerungsfaktoren sind 350 und 1000. Die kostenlose 3D-Datei kann auf dieser Seite heruntergeladen werden. Eine super Erfindung für Schulen. So kann jeder Schüler, so gut wie kostenlos, mit einem Mikroskop im Biologieunterricht verschiedenste Bakterien ausfindig machen. Heutzutage gibt es einen 3D Drucker bereits ab 600 €.

Natürlich gibt es mittlerweile auch verschiedenste 3D-Druckervorlagen, die man sich kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. Zum Beispiel die Freiheitsstatue oder den Eiffelturm (in kleinerem Maßstab versteht sich). Aber es gibt auch Nützliches, wie zum Beispiel eine Lampe oder ein Template für einen USB Stick, den man sich als Armband ans Handgelenk machen kann.

Am beeindruckensten ist jedoch eine analoge Kamera. Die „OpenReflex“ ist voll funktionsfähig und das Gehäuse kommt aus einem 3D Drucker. Lediglich das Objektiv und ein paar Schrauben müssen „echt“ sein. Allerdings ist dieser Bausatz dann um einiges komplizierter als das Mikroskop. Und natürlich kommt die Qualität niemals an eine gute Spiegelreflexkamera, da kein Spiegel eingebaut ist. Dennoch ist das für Bastler und Fotografenfreeks eine interessante Sache.

Über den Autor: Sarah Schneller
Supervising Technician for Dynamic Frontend Development bei Team23 in Augsburg
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