Google-Gebühr in Spanien

von Nicolas Hofmair | 0 | 1132 Aufrufe

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Am 1. Januar 2015 wird in Spanien ein neues Gesetz in Kraft treten, welches auch als Google-Gebühr betitelt wird. Es besagt, dass Abgaben an Autoren und Verlage gemacht werden müssen.

Ab nächstem Jahr wird es in Spanien teuer für Google und andere Suchmaschinenbetreiber. Vor allem zur Freude von Verlegern und Autoren müssen Google und Co. Abgaben zahlen, wenn sie deren Texte in Auszügen verwenden möchten. Außerdem sieht die Reform vor, dass Geldstrafen von bis zu 600.000€ für Anbieter fällig werden, welche illegale Downloads ermöglichen.

Allerdings gibt es zahlreiche Gegner. Dazu gehört natürlich z.B. Google. Ein Sprecher des Welt-Konzerns teilte mit, man sei "enttäuscht". "Wir glauben, dass Dienste wie Google News dazu beitragen, dass die Seiten der Herausgeber mehr Besucher bekommen". Google wäge nun die Optionen ab. Aber nicht nur Google, sondern auch Sprecher der linken Parteien und der Kulturszene kritisierten die neue Regelung scharf.

Der anerkannte Journalist und Autor Jeff Jarvis warnte bereits vor der Verabschiedung über mögliche Folgen. "Wenn Spanien Gebühren auf Links einführt, wer wird dann hier noch investieren wollen?" Die Reform sei "unnötig", gar "gefährlich". Niemand möge eine Gebühr für Links bezahlen.

Über den Autor: Nicolas Hofmair
Studiert Interaktive Mediensysteme in Augsburg und ist Werkstudent bei TEAM23 GmbH.
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