Telekom will höhere DSL-Preise auf dem Land

von Wolfgang Schneider | 0 | 1159 Aufrufe

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Die Telekom möchte zukünftig die Regulierung der DSL-Preise auf dem Land beseitigen und damit das DSL-Angebot abseits der städtischen Einzugsgebiete nach den Kosten ausrichten. Dies könnte für Betroffene in den ländlichen Gebieten höhere DSL-Grundgebühren bedeuten. Telekomchef Höttges bezeichnet diese Pläne als wirtschaftlich sinnvoll.

Stein des Anstosses war dabei die Ankündigung des neuen EU-Digitalkommissars Günther Oettinger, der auf lange Sicht längerer Kundigungsfristen für DSL-Verträge durchsetzen will. Grund hierfür ist vor allem der, die Planungssicherheit für Anbieter und Investoren zu gewährleisten. Das Thema will Oettinger noch in den nächsten Monaten mit den Regulierungsbehörden besprechen. Die Telekom begrüßte die Pläne Oettingers, da die EU sich nun nicht mehr nur auf sinkende Tarifpreise konzentriert, sondern auch mehr Ertragssicherheit für Anbieter und damit weitere Investitionen in den DSL-Ausbau sichern möchte.

Telekomchef Höttgers geht mit seinen Plänen noch weiter. Er fordert, dass die DSL-Regulierungen grundsätzlich geändert werden sollten und dass Anbieter in Zukunft die Möglichkeit erhalten sollten, in städtischen Gebieten die DSL-Tarife selbst zu bestimmen. Dies begründete er vor allem mit dem Umstand, dass die Telekom in städtischen Gebieten inzwischen oft nur noch die zweite oder dritte Wahl für DSL-Kunden sei. Weiterhin gab er zu bedenken, dass höhere Preise auf dem Land mögliche Investoren anlocken könnten.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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