Microsoft Deutschland sperrt 50.000 Lizenzschlüssel

von Wolfgang Schneider | 0 | 2143 Aufrufe

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Microsoft Deutschland hat nun rund 50.000 Product Keys für Testversionen, Volumenlizenzen für Bildungseinrichtungen und OEM-Lizenzen für seine Programme Windows und Office gesperrt. Laut Microsoft Deutschland seien die Lizenzen illegal gehandelt worden. In diesem Rahmen wurde auch der Software-Discounter PC Fritz wieder genannt.

Die betroffenen Aktivierungscodes seien dabei als vollständige Lizenzen gehandelt worden, teilte Microsoft gestern mit. Bei den Product Keys soll es sich aber lediglich um zeitlich befristete Lizenzen für Testversionen, Volumenlizenzen für Bildungseinrichtungen und OEM-Lizenzen gehandelt haben. Mit der Sperrung der Product Keys will der Konzern laut eigener Aussage gegen solch eine neue Art voll illegaler Softwarenutzung vorgehen. Dazu wurden auch einstweilige Verfügungen gegen Anbieter solcher manipulierter Lizenzen erwirkt und damit zahlreiche Angebote auf Internetplattformen beendet.

Besonders in den letzten beiden Jahren sei der Handel mit gefälschten Datenträgern und Softwarelizenzen stark angestiegen, so der Konzern. So wurden in diesem kurzen Zeitraum mithilfe der Strafverfolgungsbehörden hunderttausende Windows-Recovery-DVDs und gefälschte Echtheitszertifikate sichergestellt. Einer der bekannteren Fälle sei dabei der Software-Discounter PC Fritz, welcher im Januar 2015 seine Hauptverhandlung wegen gewerbsmäßiger Softwarepiraterie in Halle an der Saale erwartet.

Im Rahmen dieses Schrittes gegen die Softwarepiraterie warnt Microsoft ausdrücklich, dass es auf dem Markt weiterhin vielen betrügerische Händler gibt. Da dieses heutzutage keine gefälschten Datenträger mehr anbieten müssen sondern lediglich einzelne Product Keys als vermeintliche Lizenzen anbieten können, seien die Fälschung heutzutage deutlich einfacher zu verkaufen.

Microsoft warnte dabei ausdrücklich, dass jegliche Ansprüche eines Kunden, welcher einen gesperrten illegalen Product Key zum Schnäppchenpreis erwirbt, hinfällig sind. Wer beispielsweise eine angeblich offizielle Microsoft Office Professional Lizenz für weniger als 80 € angeboten bekommt, sollte laut Microsoft unbedingt skeptisch bleiben. Inzwischen wurden sogar manipulierte Software-Kopien mit integrierter Schadsoftware entdeckt.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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