Gesetzesentwurf: Onlinehandel muss Kleingeräte zurücknehmen

von Wolfgang Schneider | 0 | 1214 Aufrufe

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Eine Gesetzesänderung soll nun dafür sorgen, dass Onlinehändler in Zukunft kleinere Elektrogeräte zurücknehmen müssen. Damit will die Regierung der steigende Verschwendung von wichtigen Rohstoffen durch die zunehmende Entsorgung von Kleingeräten im Hausmüll entgegenwirken. Momentan landen jährlich ca. 500.000 Tonnen ausgedienter Elektrogeräte im normalen Hausmüll oder werden illegalerweise in Drittländer exportiert. Das Bundeskabinett hat deswegen nun einer Änderung des Elektrogerätegesetzes zugestimmt.

Mit dieser Änderung sind Elektronikgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von über 400m2 in Zukunft verpflichtet, Kleingeräte mit bis zu 25cm Kantenlänge auch ohne Kauf eines Neugerätes kostenlos zurückzunehmen. Für Großgeräte gilt dagegen die Rücknahmepflicht nur in Verbindung mit einem Neukauf. Die Gesetzesänderung soll bereits bis Ende des Jahres in Kraft treten.

Die Änderung des Gesetzes soll in Zukunft dann auch für Onlinehändler gelten. Diese hatten bisher keine Verpflichtung Altgeräte zurückzunehmen und boten dies meist nur in Verbindung mit einer Gebühr an. Dies wird sich mit dem neuen Elektrogerätegesetz grundlegend ändern. Hier sind Onlinehändler dann ebenfalls verpflichtet Kleingeräte kostenlos zurückzunehmen.

Alleine im Jahr 2010 wurden durch Rücknahme rund 780.000 Tonnen Elektrogeräte gesammelt, wovon rund 90% aus privaten Haushalten stammen. Dies entspricht einer Masse von ca. 9 Kilogramm pro Bundesbürger.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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