Github steht unter massiven DDoS-Angriffen

von Nicolas Hofmair | 0 | 1157 Aufrufe

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Seit einigen Tagen steht die Plattform Github unter anhaltenden DDoS-Attacken. Die Server haben damit zu kämpfen, aber bisher halten sie Stand und der Dienst funktioniert weitestgehend im Normalbetrieb.

Vor knapp einer Woche haben die Angriffe auf die Entwicklerplattform begonnen. Sprecher des Dienstes berichten, dass es sich um eine der größten DDoS-Attacken in der Geschichte von Github handelt. Trotz der bisher stabilen Server ist beim Sicherheitsdienst des Services eine hohe Alarmstufe ausgerufen, da die Angreifer schon mehrfach ihre Taktik geändert haben.

Laut Aussage der Betreiber könnte ein politisches Motiv hinter den Angriffen stehen. Konkret beschuldigt wird von offizieller Seite allerdings niemand. Es sind Gerüchte im Umlauf, dass China für die massiven Attacken verantwortlich sein könnte.

Es soll ein Projekt im Fokus stehen, welches die New-York-Times-Website chinesischen Nutzern zur Verfügung stellt. Die offizielle Seite der Times ist in China nämlich gesperrt. Ein weiteres Projekt, "Greatfire.org", soll ebenfalls ein Ziel sein, da dieses auch Websites bereitstellt, welche von der chinesischen Regierung blockiert werden. Beide genannten Seiten werden bei Github gehostet. Diese scheinen den Attacken nicht standgehalten zu haben, da sie offline sind, bzw. keinen Inhalt darauf zu finden ist.

Der Code für den Angriff kam dem Blogger "Anthr@X" zufolge von Baidu, was aber nicht mit der größten, gleichnamigen Suchmaschine Chinas in Verbindung stehen soll. Eher handelt es sich vielmehr um Unbekannte, welche HTTP-Verbindungen gekapert haben und Javascripts von Baidu mit Schadcode ersetzt haben. So könnten Nutzer unwissentlich Teil der Angriffe sein.

Über den Autor: Nicolas Hofmair
Studiert Interaktive Mediensysteme in Augsburg und ist Werkstudent bei TEAM23 GmbH.
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