Europa: Digitale Grenzen sollen fallen

von Sven Külpmann | 0 | 865 Aufrufe

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Zwei Drittel der Europäischen Onlineshops nutzen Geoblocking um ausländischen Nutzern entweder ihre Produkte zu verwehren oder im länderspezifischen Parallel-Shop zu andern Preisen anzubieten. Doch diese Technik soll in der EU abgeschafft werden.
Um das Prinzip des freien Binnenhandels auch online zu stärken hat das EU-Parlament mehrheitlich entschieden, dass Onlineshops Kunden nicht mehr auf Grundlage ihrer GEO-IP Daten "ungerechtfertigt" abweisen dürfen. Diese Regelung bezieht sich allerdings nur auf Sachgüter. Bei Medieninhalten wie Videos, Computerspielen, Musik und E-Books darf weiterhin der Geschäftsabschluss verhindert werden.

Ziel ist, dass das Preisgefüge im Binnenmarkt der EU stabiler und fairer wird: kein Kunde darf aufgrund seiner Herkunft mehr bezahlen müssen als ein anderer.
Auch wenn der Verkäufer den Kauf einer Ware an einen ausländischen Kunden nicht mehr verbieten oder künstlich verteuern darf, so muss er aber den Versand nicht garantieren. Wäre der Versand in das Europäische Ausland zu teuer, so kann er ihn aus den Versandoptionen ausschließen.

Dieser Beschluss reiht sich ein mit dem 2017 verabschiedeten Verbot des Geoblocking bei Streamingdiensten, welches ab März 2018 in Kraft tritt und nun zum Beispiel ermöglicht, dass man beim temporären Aufenthalt im Ausland nicht auf seine Spotify-Alben oder Netflix-Serien verzichten muss.

Über den Autor: Sven Külpmann
Als Spezialisierter Enthusiast für individuelle Content Management Systeme bei Team23 habe ich langjährige Erfahrung in der Implementierung von TYPO3 CMS und der Extensionprogrammierung
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