OS X

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Das Betriebssystem OS X der Softwarefirma Apple, Inc. ist ein beliebtes modernes Betriebssystem und wird seit Version 10.6 so genannt (davor Mac OS X).

Bis Version 9 (auch "Classic" genannt) wurde das Betriebssystem vollständig von Apple Inc. entwickelt. Seit der aktuellen 10er-Reihe (genannt OS X) basiert dieses jedoch auf FreeBSD, Darwin und NeXTStep. Als Kern des Systems kommt der XNU-Hybridkernel zum Einsatz.

Die aktuelle Version ist OS X 10.5, welches offiziell den Namen Leopard trägt. Die Version ist seit dem 26.10.2007 im Handel erhältlich.

OS X ist offiziell nur auf Macintosh-Rechnern lauffähig und darf auch nur auf diesen betrieben werden. Der Einsatz auf anderen Systemen ist durch die OS X EULA untersagt.

Bild zu OS X
Mac OS X Leopard

OS X Versionen

Weiterführend: Marktanteile - Betriebssysteme

Mac OS X 10.4 Tiger

Die Version 10.4 namens Tiger erschien am 29.4.2005 und beinhaltet unter anderem eine neue Programmierschnittstelle namens Core Image zur Auslagerung grafischer Berechnungen an die GPU der Grafikkarte.

Eine interessante neue Ergänzung zu Exposé in Tiger ist Dashboard: Dies ist eine neue Ebene, die über den Desktop gelegt werden kann, in welcher der Benutzer seine Widgets sofort zur Verfügung hat. Widgets sind für Leute die in der Webentwicklung tätig sind relativ einfach selbst zu bauen, da diese mit HTML und JavaScript programmiert werden. Eine weitere Neuerung ist der Automator, mit dessen Hilfe der Benutzer wiederkehrende Arbeitsprozesse als Automator-Programme mit wenigen Mausklicks, ohne Programmierkenntnisse, automatisieren kann.

Weiter erhielt Tiger den Browser Safari 2, der erstmals RSS unterstützte und den Video-Codec H.264 als Bestandteil von QuickTime 7.

Seit Version 10.4.4 läuft das System auch auf Macs mit Intel-Prozessoren. Updates werden getrennt als PPC- oder Intel-Version angeboten. Die Server-Version OS X Server gibt es ab der Version 10.4.7 als neu entwickelte Universal-Version (d. h., dass dasselbe System sowohl auf PPC- als auch auf Intel-Mac startfähig ist).

Mac OS X 10.5 Leopard

Diese Version wird seit 26.10.2007 ausgeliefert und stellt das aktuelle Release von OS X dar.

Zu den den Neuerungen gehört, abgesehen von einer modernisierten Oberfläche, unter anderem ein neuer Finder mit neuer Seitenleiste, Cover Flow, Quick Look (Übersicht) sowie der Möglichkeit, auch andere Rechner im Netz zu durchsuchen. Außerdem ist die Backup-Software Time Machine mit integriert. Außerdem ist der neue Safari 3 mit von der Partie, der sich besonders durch erstklassige Webstandards-Unterstützung und die Acid2-Test-Absolvierung auszeichnet.

OS X 10.6 Snow Leopard

Bild zu OS X

Ab Version 10.6 wird Mac OS X nur noch OS X heißen. Abgespeckte Systeme wie OS X iPhone legten damit bereits schon vor. Das Betriebssystem Snow Leopard, das sich derzeit noch in der Entwicklung befindet, aber bereits Entwicklern vorgeführt wurde, wird zum größten Teil mehr Sicherheit, Stabilität und Geschwindigkeit mit sich bringen. Damit soll die Basis für Weiterentwicklungen gelegt werden.

Grand Central und die OpenCL (Open Compute Library) sollen eine hohe Leistungssteigerung durch das Vereinen von Multicore-Prozessoren mit immer leistungsfähigeren Grafikprozessoren (GPGPU) unter einer zentralen Programmierschnittstelle erreichen. Die 64bit-Technologie wird verstärkt unterstützt und erweitert und QuickTime X wird moderne Mulitmediacodecs besser unterstützen und zudem leistungsfähiger werden. Desweiteren ist eine native Unterstützung von Microsoft Exchange 2007 in den Applikationen Mail, Adressbuch und iCal geplant.

Die Serverversion von Snow Leopard wird zudem das Dateisystem ZFS (siehe Solaris) vollständig unterstützen.

Release-Datum ist wahrscheinlich Juni 2009. Der Zeitraum wurde auf ein Jahr ab Ankündigung festgesetzt.

OS X Server

Bild zu OS X
Mac OS X Server

OS X Server ist die Server-Variante des Betriebssystems. Die Versionsnummern von Server- und Client-Betriebssystem sind im Regelfall identisch.

Das System ist für den Einsatz auf Apple's Server Reihe Xserve gedacht und bietet als Abgrenzung zur Arbeitsplatz-Variante ein breites Angebot an Server-Software. Häufig sind dies aus der Unix-Welt bekannte Softwareprodukte die von Apple angepasst wurden, oder direkt im System integriert sind.

Zum Lieferumfang der aktuellen OS X Server-Versionen gehören unter anderem:

  • iCal Server
    Kalender Server für die Software iCal. Als Basis für die Client-Server-Kommunikation dient WebDav.
  • Wiki Server
    Von Apple Produzierte Wiki-Software.
  • Spotlight Server
    Ein Indizierungs-Dienst der als zusätzliche Quelle für die seit OS X 10.4 integrierten Desktop-Suche "Spotlight" verwendet werden kann.
  • Open Directory
    Apple's auf LDAP basierender Verzeichnisdienst. Er kann für die Erstellung einer eigenen Domäne verwendet werden.
  • Apache Webserver
  • MySQL
    Relationales Datenbank Management System (RDBMS)
  • Apache Tomcat - Java Application Server
  • Quicktime Streaming Server
  • iChat Server
    Ein auf dem XMPP (Jabber) Server jabberd14 basierender Instant-Messaging Server.

Um die Administration des Servers zu vereinfachen werden außerdem noch zahlreiche Verwaltungs-Tools wie zum Beispiel "Xgrid Admin", der "Workgroup Manager" oder auch das "System Image Utility" geboten.

Da Apple bei seinem Server Betriebssystem eine Vielzahl von Software-Produkten mitliefert bietet das Installationsprogramm seit Version 10.5 drei Installations-Profile an:

  • Standard
    Für kleine Unternehmen und Netzwerke. Inklusive Einrichtung eines Domänencontrollers.
  • Workgroup
    Ähnelt Standard, erlaubt aber die Einbindung in bestehende Verzeichnis-Dienste (Open Directory, Microsoft Active Directory).
  • Advanced
    Erweiterte Installations-Einstellungen und feinere Granulierung der auf dem Server installierten Dienste.

Weitere Funktionen

OS X bietet viele innovative Funktionen. Die meisten davon sind allerdings erst seit Version 10.4 oder 10.5 integriert.

  • Time Machine: Time Machine ist eine intelligente Anwendung, die selbstständig Backups regelt und durch die Integration im Finder besonders einfach abrufbar ist.
  • Boot Camp: Mit Boot Camp ist es möglich, andere Betriebssysteme in einer eigenen Partition auf einem Intel-Mac zu installieren.
  • Safari: Der beliebte Browser, der inzwischen auch für Windows erhältlich ist, ist natürlich auch Bestandteil von OS X. Seine überragenden Leistungen im Rendering und der Unterstützung von Webstandards kommen nur dem Opera-Browser gleich.
  • Zertifiziertes UNIX: Seit Version 10.5 (Leopard) ist das Betriebssystem UNIX-zertifiziert und darf sich auch so nennen. UNIX bietet einen soliden und stabilen Grundbaustein für die moderne Architektur von OS X.
  • File Vault: Verschlüsselung der User-Daten (Home-Verzeichnis) mit AES-128 bzw. AES-256.
  • Widgets: Widgets sind kleine Anwendungen, die auf dem Dashboard liegen. Da diese Widgets mit HTML, CSS und JS geschrieben sind, ist es relativ einfach selbst eigene Widgets zu erstellen. Hier das Tutorial dazu.

OS X iPhone / iPod

Diese Version wurde am 9.1.2007 im Zusammenhang mit dem neu erschienenen iPhone vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine dem iPhone angepasste, auf die ARM-Architektur portierte Version von OS X.

Mitgeliefert werden eine abgespeckte Versionen von Safari, Mail und anderen Programmen sowie Widgets. Eine Variante kommt auch auf dem iPod touch zum Einsatz.

Verweise

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