RIPE verschärft IPv4-Adress-Vergabe

von Andreas Hackl | 0 | 1580 Aufrufe

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Gestern hat die für die Vergabe von IPv4-Adressen zuständige europäische Institution RIPE (Réseaux IP Européens) vermeldet, dass ab sofort Phase 1 für die weitere Adressvergabe gilt. Im vergangenen März hat man drei Phasen vorgestellt, wie der Ablauf und die Regeln lauten bei zunehmender Knappheit der Adressen.

Die nun aktuelle Phase sieht vor, dass die Vergabe schärfer überprüft wird und somit längere Wartezeiten auftreten können. Ebenso werden Anfragen ab sofort nur noch nach der Reihe nach bearbeitet. Auch die Quarantänezeit wird durch die Phase beeinflusst und wird von bislang drei Monaten auf eine Woche verkürzt. IPs, die unter Quarantäne stehen, sind IPs, die an das RIPE zurückgegeben wurden. Dies kann zu Problemen führen, wenn sich darunter IPs befinden, die beispielsweise in Anti-Spam-Listen gelistet sind.

Eine Übersicht über die noch verfügbaren Adressen gibt das RIPE ab sofort täglich über eine Grafik an. Von der Zahl sollte man sich nicht täuschen lassen. Laut Einschätzungen des Verwalters verfüge man nur noch über Adressen für einen Monat bevor man den letzten /8-Block erreicht hat, was ca. 16 Mio. Adressen entspricht.

Über den Autor: Andreas Hackl
Hat Internetbasierte Systeme an der FH Trier studiert und sieht sich völlig selbstverständlich als Netzbürger.
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