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Das richtige WordPress Hosting finden

Sich im Dickicht der WordPress Hosting-Anbieter zurecht zu finden, ist alles andere als einfach. Die Zeiten, in denen man Hosting-Pakete ganz einfach nach Speicherplatz, Megahertz und Traffic-Volumen vergleichen konnte, sind längst vorbei. Die zunehmende Virtualisierung sämtlicher Ressourcen und letztendlich auch das Thema Datenschutz setzen ein gewisses Maß an Gründlichkeit und Weitsicht voraus, um das richtige WordPress-Hosting für sich zu finden. Hierbei möchte ich ihnen mit diesem Beitrag helfen:

Inhaltsverzeichnis

Nur ein Hosting aus Deutschland kommt in Frage!

Ich bin zwar kein Anwalt kann dementsprechend keine Rechtsberatung erbringen, aber nach meiner Einschätzung der jüngsten Urteile und Aussage von Experten ist es offenbar nicht mehr möglich eine Webseite rechtssicher außerhalb der EU zu hosten.

Damit besteht eine potentielle Rechtsunsicherheit und damit Abmahngefahr.

Die Gründe hierfür sind komplex. Im Kern geht es darum, dass die IP-Adresse eines Webseitenbesuchers aus technischen Gründen an den Server beim Besuch übermittelt werden muss und damit defakto personenbezogene Daten außerhalb der EU gespeichert werden, was sich laut EuGH nicht mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung vereinbaren lässt.

Finger weg von Hostern außerhalb der EU!

Aber auch ohne die rechtlichen Aspekte kann ich nur zu einem Anbieter aus Deutschland raten. Wer einmal mit einem ausländischen Call-Center zu tun hatte, um ein dringendes Problem zu lösen weiß, wovon ich spreche. Für etwas mehr Geld mehr bekommt man bei einem deutschen Anbieter sehr viel bessere Unterstützung, was eine sinnvolle Investition darstellt!

Entweder billig oder gut!

Von Hostingangeboten für wenige Euros pro Monat bis hin zu vier- oder gar fünfstelligen Beträgen für starke Cloud-Server oder Cluster ist der Markt unglaublich vielfältig und die Auswahl dementsprechend schwer. Natürlich braucht nicht jede private Homepage einen eigenen dedizierten Server, aber sie sollten bei einer professionellen Unternehmenswebseite oder einem Onlineshop nicht am falschen Ende sparen.

Vereinfachend lässt sich allerdings sagen, dass es nur zwei Dinge gibt, die den Preis eines Hostingpakets wesentlich beeinflussen: Das sind 1. die verwendete Hardware und 2. der gebotene Support.

Hardware & Performance

Ein Server bestimmter Ausstattung kostet im Grunde für jeden Hoster das Gleiche. Natürlich bekommen größere Anbieter ein paar Prozente bei Abnahme größerer Mengen, aber die Margen auf Hardware sind minimal, dementsprechend können kleine Anbieter preislich hier sehr gut mithalten.

Teuer wird es jedoch, wenn man seinen Hostingkunden Ressourcen exklusiv zur Verfügung stellt und ein bestimmtes Maß an Leistung garantiert. Das Gegenteil davon ist das sogenannte Shared-Hosting. Dabei packt man 25, 50, 100 oder auch mehrere hundert Kunden gemeinsam auf einen Server.

Daher sind dedizierte Server immer teurer als Shared Hosting.

Dabei hofft man, dass viele der Webseiten kaum Traffic erhalten und im Schnitt immer genug Leistung zur Verfügung steht. Allerdings ist es rein wirtschaftlich immer sinnvoll ans absolute Maximum zu gehen, bevor man weitere Server hinzukauft, so dass Shared Hosting Pakete früher oder später immer Probleme mit der Performance bekommen.

Daher ist Shared Hosting immer ein Performance-Risiko.

Größere Pakete oder eigene Server lohnen sich, sobald sie selbst mehrere Webseiten auf einem Hosting unterbringen wollen, oder ihre Webseite so viel Traffic, also Zugriffe von Besuchern hat, dass sie erhöhte Anforderungen an die Leistung des Servers haben.

Sicherheit, Wartung & Support

Die Welt des Hostings wird immer komplexer und schon einfachste Aufgaben verlangen ein gewisses Maß an technischer Expertise. Wer kein Experte für IT-Sicherheit ist, oder dafür jemanden an der Hand hat, sollte sich keinen root-Server buchen, bei dem man sich um sämtliche Aspekte selbst kümmern muss. Ein nicht-gepatchter Server stellt ein enormes Sicherheitsrisiko dar.

Laut IT-Sicherheitsgesetz sind sie dazu verpflichtet sich „durch technische und organisatorische Vorkehrungen“ dafür zu sorgen, dass niemand unbefugt auf personenbezogene Daten und technische Einrichtungen zugreifen kann. Jegliche IT-Infrastruktur muss nach „aktuellem Stand der Technik“ sicher sein und dieser Stand ändert sich beinahe täglich. Das Thema IT-Sicherheit sollten sie daher nur in die Hände von echten Experten geben.

Beim Shared Hosting und Managed Hosting kümmert sich der Hoster um die Verwaltung und Pflege des Servers.

Auch bei der Kundenbetreuung kochen alle Anbieter mit Wasser. Das heißt, je mehr Personal man für den Support einplant und je besser diese ausgebildet sind, desto teurer müssen die Angebote eben sein.

Bei großen Massenhostern landet man oft bei wenig kompetenten Ansprechpartnern, die im Grunde nur in ein paar wenigen Standardfällen helfen und sich sonst der Dokumentation der Webseite bedienen. Im schlimmsten Fall dient der First-Level-Support nur zum Verkauf größerer Pakete (Upselling), was einige internationale Hoster sehr erfolgreich vormachen.

Bei Massenhostern bekommt man auch nur Massensupport.

Wer individuelle Beratung oder gar Unterstützung bei der Lösung individueller Probleme wünscht, sollte sich besser an einen kleineren Hoster wenden, oder ein entsprechendes Paket mit erweitertem Support buchen. Übrigens sind in den meisten Managed-Hosting-Paketen die Updates für WordPress Plugins, Themes und den Core nicht enthalten.

Manche Hoster bieten hierfür separate Pläne für die Wartung und Sicherheit der WordPress-Installationen an, beispielsweise der SecurePlan von HostPress. Dabei übernehmen Experten nicht nur regelmäßige Updates der Software wie Plugins, Themes und dem WordPress Core, sondern können bei auftretenden Problemen auch kompetent helfen.

Wer sich nicht selbst um WordPress Updates kümmern will, sollte einen Wartungsvertrag abschließen.

So finden Sie den richtigen Anbieter

Für die häufigsten Anforderungen habe ich daher hier meine persönlichen Empfehlungen zusammen gestellt:

WordPress-Hosting für Anfänger und kleine Seiten

Wer ein ordentliches WordPress-Hosting für wenig Geld sucht, ist bei netcup gut aufgehoben.

netcup Erfahrungen

Der Hoster aus Karlsruhe hat insgesamt ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und eignet sich besonders für kleine Vereine oder private Webseiten.

Bei netcup lässt sich WordPress per Knopfdruck installieren und mittels Plesk und WordPress ToolKit auch für Laien einfach verwalten. Kostenlose SSL-Zertifikate für alle Domains und regelmäßige Backups sind selbstverständlich.

Los geht schon bei nur 1,99 EUR im Monat mit einer .de-Domain und 50 GB SSD Speicherplatz im Tarif Webhosting 1000.

Für 3,99 EUR sind es drei .de-Domains samt 150 GB SSD im Tarif Webhosting 2000.

Für 7,99 EUR im Monat sind 6 .de-Domains und stolze 500 GB SSD im Tarif Webhosting 4000 enthalten.

Für viele Webseiten gibt es für 12,99 EUR ganze 12 .de-Domains und 1.000 GB SSD Speicherplatz im Webhosting 8000:

WordPress Hosting Tarife bei netcup

Bei diesen Preisen muss man natürlich ein paar Abstriche in Sachen Performance machen, aber dank integriertem Caching können auch höhere Zugriffszahlen auf den Paketen gemeistert werden, solange es sich um Webseiten ohne WooCommerce oder große Aktivität bei den Kommentaren handelt.


IONOS Erfahrungen

Alternativ ist noch das Shared-Hosting von IONOS als günstiger Einstieg empfehlenswert. Das Unternehmen gehört zum Teil zwar noch zu 1und1, das Webhosting läuft jedoch mittlerweile auf einer nagelneuen und hochmodernen Cloud-Infrastruktur. IONOS bietet faire Hosting-Pakete mit ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis.


Ist dir Support wichtig? Dann sind deine Seiten trotz wenig Traffic wahrscheinlich besser bei HostPress aufgehoben.


Auf billige nicht-EU Hoster, wie Siteground oder Hostinger, solltest Du aus Datenschutz-Gründen verzichten!

Professionelles Hosting für Unternehmensseiten

Für Unternehmensseiten sind neben der Performance und Erreichbarkeit insbesondere das Thema Datenschutz und ein individueller deutschsprachiger Support wichtig.

Daher empfehle hier spezialisierte WordPress-Hoster mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis:

HostPress Erfahrungen

HostPress ist ein exzellenter Managed WordPress Hoster aus dem Saarland mit dem Fokus auf Business-Kunden.

Die HostPress Einzeltarife beginnen bei 25 EUR im Monat, für mehr Leistung gibt es entsprechend größere Pakete. Für mehrere Webseiten bietet HostPress eigene Multitarife und wer dedizierte Ressourcen will, greift direkt zu den Managed Cloud Servern.

Für Onlineshops auf WordPress-Basis mit WooCommerce sollten Sie, ebenso wie für große und trafficstarke Webseiten ein entsprechend stärkeres Hostingpaket buchen. Dafür würde ich zu HostPress Pro Plus (ab 129 EUR) oder gleich einem Managed Cloud Server (ab 149 EUR) raten.

Ich kann diese sehr empfehlen, denn neben sehr guter Performance und Sicherheit bekommt man dort kompetenten Support durch echte WordPress-Experten.

Mit dem Gutscheincode „25-search-one“
kannst Du als Neukunde 25 € bei HostPress sparen!


IONOS Erfahrungen

Als Alternative kann ich die neuen WordPress Pro-Tarife von Hyperscaler IONOS empfehlen, der zum 1&1-Konzern gehört und demnächst an die Börse gehen will.

Dort geht es im „richtigen WordPress-Hosting“ bei 15 EUR im Monat im Tarif One los, doch der Varnish Cache und das CloudFlare CDN sind erst im Advanced-Tarif für 40 EUR im Monat inklusive. Dazu gibt es 40 GB SSD, 2 vCores sowie 4 GB RAM. Wer mehr als eine WordPress-Instanz hosten will, greift direkt zum Agency Paket für 100 EUR:

Das sind hervorragende Voraussetzungen um Webseiten zu hosten, die auch etwas mehr Traffic vertragen.


Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es natürlich auf ihre Bedürfnisse ankommt, welches Paket bei welchem Anbieter das richtige für Sie ist. Wenn Sie erwarten, dass man sich zeitnah und kompetent um Probleme kümmert und Sie sich nicht einen Server mit hunderten anderer Kunden teilen wollen, buchen Sie jedoch besser kein billiges Paket.

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